
Online-Arbitrage-Software: Tools für eBay-Händler im Vergleich
Online-Arbitrage-Software im Vergleich: Welche Funktionen zählen, was Produktrecherche, Bulk-Listing und Preisüberwachung kosten und wann sie sich lohnen.
LesenDie eBay-Artikelnummer finden: Wo sie im Angebot, in „Mein eBay" und in der App steht und wie sie sich von der Bestellnummer unterscheidet.

Du sitzt gerade an einer Reklamation, ein Käufer möchte „schnell die Nummer“ zu seinem Artikel, oder ein Händlerkollege sucht ein altes Listing. Der Titel hilft nur bedingt, besonders wenn ähnliche Angebote existieren oder der Titel inzwischen geändert wurde. Mit der eBay-Artikelnummer lässt sich ein einzelnes Angebot dagegen gezielt zuordnen.
Bei eBay Deutschland handelt es sich um eine eindeutige 12-stellige ID, die jedem einzelnen Listing zugewiesen wird. Im Kaufkontext taucht dieselbe Zahlenfolge als Bestellnummer in den Kaufdetails, in „Mein eBay: Käufe“ und in der Bestätigungs-E-Mail auf. Die offizielle eBay-Hilfe zur Artikelnummer und Kaufhistorie beschreibt außerdem, dass du in „Mein eBay: Käufe“ Bestellungen der letzten 7 Jahre abrufen kannst.
Ein Vintage-Radio findest du über Marke, Farbe und Zustand. In der Praxis liefern solche Suchbegriffe aber oft mehrere ähnliche Angebote. Ändert ein Händler später den Titel oder beendet er das Listing, wird die Zuordnung noch schwieriger. Die Artikelnummer hält den Bezug zu genau diesem Angebot fest.
eBay vergibt die ID automatisch. Du legst sie nicht selbst fest und kannst sie nachträglich nicht durch einen eigenen Code ersetzen. Titel, Kategorie, Bilder und Status dürfen sich ändern. Für Nachrichten, Reklamationen und interne Abläufe bleibt die Artikelnummer deshalb der verlässlichste Bezugspunkt.
Die eBay-Hilfe zur erweiterten Suche beschreibt die Suche nach einer Artikelnummer. Für Händler zählt vor allem die Kombination aus eindeutiger ID, mehreren Fundstellen und dem Zugriff auf frühere Käufe.
Praktische Regel: Sobald ein Angebot live ist, übernimm die Artikelnummer in deinen Listing- oder Bestandsprozess. Suchst du erst bei einer Reklamation danach, kostet dich das unnötig Zeit.
Am Desktop gibt's drei verlässliche Wege. Der erste führt direkt über die Artikelseite.
Je nach Ansicht steht die Information eher im Kopfbereich oder weiter unten bei Versand- und Zahlungsangaben. Die Oberfläche kann sich leicht verändern, deshalb sollte nicht nur nach einer festen Position gesucht werden. Entscheidend ist die Beschriftung, nicht die Farbe oder exakte Stelle.
In der Adresszeile des Browsers findest du bei einem normalen eBay-Listing meist den Abschnitt itm/, gefolgt von der Artikelnummer. Die Zahlen lassen sich direkt aus dem Link kopieren. Das ist besonders nützlich, wenn die Detailseite lang ist oder die Nummer im Layout nicht sofort auffällt.

Neben dem normalen Suchfeld findest du „Erweitert“. Dort wählst du die Suche nach „Artikelnummer“, trägst den Code ohne Leerzeichen ein und startest die Suche über „Finden“. eBay dokumentiert genau diesen Pfad über die Suchmaske „Suchbegriffe oder Artikelnummer eingeben“ auf der deutschen erweiterten Suchseite.
Für viele eigene Angebote lohnt sich außerdem ein Export aus der Verkaufs- oder Listingverwaltung. Die Artikelnummer sollte dabei als eigene Spalte in der CSV-Datei landen. Händler, die mit einer Warenwirtschaft arbeiten, können die ID ebenfalls als separates Feld führen. Eine kurze Orientierung zum Seller Hub bei eBay hilft beim Einordnen der verschiedenen Ansichten.
Unterwegs ist die Nummer nicht verschwunden, sie steckt nur an einer anderen Stelle als in der Desktopansicht. Öffne das Listing in der eBay-App und scrolle durch die Detailinformationen, bis der Bereich „Artikeldetails“ oder „Über diesen Artikel“ erscheint.
Dort steht die Artikelnummer zusammen mit weiteren Angaben zum Angebot. Der Ablauf ist auf iOS und Android grundsätzlich ähnlich, auch wenn Menünamen oder die Reihenfolge einzelner Informationen je nach App-Version leicht abweichen können.
Für ein fremdes oder eigenes aktives Angebot funktioniert dieser Ablauf:
Der geteilte Link enthält häufig nach itm/ dieselbe Kennung. Ein Händler kann ihn deshalb in einer Notiz, einer Tabellenzeile oder einem internen Ticket speichern, ohne die komplette Artikelseite nochmals zu öffnen.
Für vergangene Transaktionen führt der Weg über „Mein eBay“. Öffne im Menü den Bereich „Kaufen“ oder „Verkaufen“, wähle die passende Bestellung beziehungsweise das Angebot und rufe die Details auf. Bei Käufen erscheint die Nummer zusätzlich in den Bestellinformationen und in der Bestätigungs-E-Mail.
Bei vielen Verkäufen ist die Listenansicht schneller als das einzelne Öffnen jedes Angebots. Sortiere die Vorgänge nach Datum, suche den passenden Titel und prüfe anschließend die Artikelnummer in der Detailansicht. Die App ist praktisch für den schnellen Zugriff, für größere Mengen bleibt ein sauberer Export übersichtlicher.
Die Stichwortsuche beantwortet die Frage „Welche ähnlichen Angebote gibt es?“. Die Artikelsuche beantwortet dagegen „Welches konkrete Angebot ist gemeint?“. Sobald Titel, Verkäufername oder Produktbezeichnung nicht eindeutig sind, ist die 12-stellige ID die bessere Auswahl.
Ein typischer Re-Listing-Ablauf beginnt mit dem ursprünglichen Angebot. Die ID wird aus der Detailseite oder URL kopiert, das Listing im eigenen Verkaufssystem als Vorlage geöffnet und anschließend werden Titel, Bilder und Beschreibung übernommen. Vor dem erneuten Einstellen müssen Preis, Bestand, Versand, Zustand und aktuelle Artikelmerkmale geprüft werden.
| Aufgabe | Artikelnummer geeignet | Zusätzliche Prüfung nötig |
|---|---|---|
| Ein konkretes Listing öffnen | Ja | Nein |
| Ähnliche Angebote vergleichen | Nur als Ausgangspunkt | Ja |
| Vorlage für ein Re-Listing finden | Ja | Ja |
| Aktuellen Bestand bestätigen | Nein | Ja |
| Geänderte Produktdaten erkennen | Teilweise | Ja |
| Gelöschtes Listing dauerhaft archivieren | Nein | Eigener Export |
Die ID ersetzt keine Qualitätskontrolle. Sie zeigt, welches Listing gemeint ist, sagt aber nicht automatisch, ob die Bilder noch stimmen, der Lieferant lieferfähig ist oder der Versandtext aktualisiert werden muss. Gerade beim Re-Listing sollten identische Inhalte nicht blind übernommen werden.
Im Seller Hub lassen sich aktive Angebote nach ähnlichen Titeln, Bildern oder Produktdaten prüfen. Die Artikelnummer hilft dabei, jedes gefundene Listing in einer Arbeitsliste eindeutig zu markieren. So entsteht eine klare Zuordnung zwischen Hauptangebot, Variante und möglicher Dublette.
Bei größeren Beständen bewährt sich eine Tabelle mit Artikelnummer, SKU, aktuellem Status und letztem Prüfdatum. Wer den Ablauf des eBay-Verkaufs sauber dokumentiert, reduziert Verwechslungen zwischen aktiven, beendeten und erneut eingestellten Angeboten.

Viele Suchprobleme entstehen nicht, weil die Artikelnummer schwer auffindbar wäre. Sie entstehen, weil Händler den falschen Identifikator kopieren oder die falsche Suchmaske verwenden.
Volltext statt Nummernsuche: Ein Titel wie „Vintage Radio“ erzeugt schnell mehrere Treffer. Öffne die erweiterte Suche und nutze ausdrücklich das Feld für die Artikelnummer.
Bestellnummer und Artikelnummer verwechselt: Beide können im Kaufkontext als 12-stellige Nummer erscheinen. Für eine Bestellung solltest du deshalb die Bezeichnung und den zugehörigen Link prüfen, statt nur die Zahlenfolge zu kopieren.
Dauerhafte öffentliche Erreichbarkeit angenommen: Ein beendetes oder gelöschtes Listing bleibt nicht automatisch dauerhaft als öffentliche Seite verfügbar. eBay weist auf eingeschränkten Zugriff bei gelöschten oder lange beendeten Angeboten hin. Für interne Abläufe ist ein eigener Export oder Log sicherer.
Leerzeichen und Bindestriche eingefügt: Die Nummer sollte als zusammenhängende Ziffernfolge eingegeben werden. Zusätzliche Trennzeichen können die Suche stören.
Englische Oberfläche übersehen: In englischen Ansichten heißt die Angabe „item number“. Wer nur nach „Artikelnummer“ sucht, übersieht den Eintrag leicht.
Die Entwickleransicht oder der Quelltext ist höchstens eine Notlösung. Ein Feld wie ViewItemID kann bei einer schwer lesbaren Seite Hinweise liefern, aber für den Händleralltag sind URL, Artikeldetails und „Mein eBay“ meist schneller.
Bei fehlenden Produktangaben sollte die Nummer nicht als Ersatz für eine vollständige Listingprüfung dienen. Der Beitrag zu fehlenden eBay-Artikelmerkmalen zeigt, weshalb Identifikation und Datenqualität getrennt kontrolliert werden sollten.
Ein beendetes oder gelöschtes Listing verschwindet möglicherweise von der öffentlichen eBay-Seite. In „Mein eBay: Käufe“ können Bestellungen laut eBay bis zu 7 Jahre verfügbar bleiben. Die Artikelnummer hilft dann bei der Zuordnung, ersetzt aber keinen dauerhaft gespeicherten Beleg.
Speichere die Nummer deshalb zusammen mit SKU, Kaufdatum und interner Vorgangsnummer. So lässt sich ein Vorgang auch dann wiederfinden, wenn das alte Angebot nicht mehr vollständig lädt oder öffentlich nicht mehr erreichbar ist.
In einer Bestellbestätigung kann die Kennung als „Item number“ oder als Artikelnummer stehen. Die Bestellnummer, auf Englisch „Order number“, gehört zum Vorgang und bezeichnet nicht automatisch das einzelne Listing.
Prüfe bei Supportfällen die Zahlenfolge immer zusammen mit dem Angebotslink, der Bestellung und dem Käuferkonto. Enthält ein Vorgang mehrere Artikel, reicht eine isoliert kopierte Nummer nicht für eine sichere Zuordnung.
Die URL-Struktur kann sich je nach Marktplatz und Domain unterscheiden. Deshalb solltest du eine Nummer nicht ungeprüft von einer internationalen Seite auf ein anderes Listing übertragen.
Für die Dokumentation zählen die ausgelesene URL, das verwendete Konto und das konkrete Angebot zusammen. Bei einer Dublettenprüfung vergleichst du diese Angaben mit Titel, SKU und Artikelzustand. So erkennst du, ob zwei Datensätze dasselbe Listing oder nur ähnliche Angebote betreffen.
Die Artikelnummer deines eigenen eBay-Listings bleibt auch beim Dropshipping für Bestandsabgleich, Preisprüfung und Kundenservice nützlich. Sie ersetzt keine Kontrolle von Bildrechten, Markenanforderungen, Lieferzeiten und eBay-Richtlinien.
Dropshipping ist bei eBay möglich, solange du die Verkäuferpflichten erfüllst: zugesagte Lieferzeit einhalten, Bestände aktuell halten und auf Rechnung sowie Packzettel als Verkäufer erkennbar bleiben. Diese Punkte klärst du am besten vorab mit deiner Bezugsquelle. Gewerbe-, Steuer- und Rechtsfragen solltest du mit einer geeigneten Fachstelle klären. Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung.
Wenn du Listings mit klaren IDs, Bestandsdaten und dokumentierten Quellen organisieren willst, findest du bei ezfox für eBay-Händler passende Arbeitsabläufe. Die Lösung unterstützt unter anderem Produktrecherche über Product Hunter und die strukturierte Verwaltung von Angeboten aus Quellen wie Amazon oder AliExpress auf eBay.

Geschrieben von
Enrico Franke · Gründer von ezfox
Enrico entwickelt ezfox — die Automatisierung für eBay-Händler, die Produkte von Amazon und AliExpress verkaufen. Hier schreibt er über Gebühren, Listings und alles, was einen eBay-Shop profitabler macht.
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